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Banksy: Hat er oder hat er nicht?!?

Sonntag, August 15th, 2010

In London ist jetzt im Innenhof eines Pubs ein Graffiti aufgetaucht, was verdächtig nach einem Banky aussieht. Doch sicher ist man sich da nicht… Die Überwachungskamera des Pubs hat zwar einen Typen mit Hoody aufgenommen, aber das heißt noch lange nicht, dass es Banksy war… doch selbst wenn man mehr sehen würde: da niemand weiß, wie Banksy aussieht, könnte man mit einem Gesicht eh nichts anfangen ;-) Somit ist bisher noch nicht geklärt, ob Banksy tatsächlich selbst Hand angelegt hat.

Aber das Graffiti ist meiner Meinung nach gelungen, egal ob nun vom Gr0ßmeister persönlich oder nicht!

Banksy vs. Warhol – der Popart Effekt

Freitag, Juni 11th, 2010

Im Londoner “Hospital” findet derzeit eine Gegenüberstellung Banksy vs. Andy Warhol statt. Da war es wohl kein Zufall, dass am Morgen nach der Ausstellungseröffnung ein Marylin Monroe Kopf auf dem Gehweg aufgesprüht war. Angebracht von Banksy selbst, versteht sich!

Nachdem Banksy in letzter Zeit eher im Ausland auf sich aufmerksam gemacht hat, scheint er derzeit wieder mehr in seinem Heimatland England aufzutreten – sehr zur Freude der Engländer, versteht sich auch von selbst.

Bis zum 1. September kann man nun in dem Londoner Ausstellungraum “The Hospital” zwei Ikonen in der direkten Gegenüberstellung bewundern: Die etablierte Lichtgestalt des Popart, Andy Warhol und der “Robin Hood” der Street Art, Banksy, der ja strikt aus dem Verborgenen aktiv wird.


Wie das Art-Magazin zu berichten weiß, dreht sich die Ausstellung um Gleichheiten und Gegensätze beider Künstler:

“Die Ausstellung zeigt erstmals, wie sehr sich Banksy aus der Warholschen Bildwelt bedient, und sie enthüllt die feinen Nuancen, die er sich dabei erlaubt. Da hängt die „Marilyn“ Andy Warhols neben einem scheinbaren Abbild ihrer selbst. Auf den beiden Siebdrucken scheint das Frauengesicht auf den ersten Blick identisch: die toupierten gelben Haare, das rosa Gesicht – doch der Mund ist anders: Warhol bildet den Kirschmund der Monroe ab, während er bei Banksy schräg wirkt, vielleicht ein bisschen grantig, eben so wie bei einem wohlbekannten Mädchen aus Croydon. Aus „Marilyn“ von 1967 ist „Kate Moss (Black)“ von 2005 geworden. Hier spielt Banksy mit unserer auf Kenntnis und Erwartung basierenden Sehroutine. Im ersten Moment dominieren die Gemeinsamkeiten, und im nächsten kann man vor lauter Unterschieden plötzlich keine mehr entdecken.”

Jedoch finden sich durchaus auch Parallelen zwischen beiden Künstlern: beide haben einen zynischen Blick auf die Welt des Konsums gerichtet. Man nehme nur Warhols berühmte Suppendosen-Bilder, mit denen er offensichtlich den Reklame-Götzen auf die Füße treten wollte. Banksy griff diese Idee 2005 auf und zog die englische Billig-Supermarktkette “TESCO” durch den Kakao. Statt aber auf Luxus zu setzen, greift er die in der Zeit groß gewordene “Billig, Billiger, am Billigsten” Mentalität auf und bildete eine TESCO Suppe ab. Eines dieser Drucke hängte Banksy übrigens ungefragt im New Yorker MoMA auf.

Dann wäre da noch die verschiedene Interpretation von “Queen Elizabeth”. Warhol zieht in diesem Falle eine wohlwollende Darstellung vor, während Banksy eher eine Satire auf die Monarchie wählt (aus der Nähe sehen manche Dinge eben ganz anders aus!).


Allerdings zeigt die Ausstellung aber den großen Unterschied der beiden Künstler: während Warhol sich auch selbst mal gerne in Szene setzt, agiert Banksy nach wie vor nur aus dem Untergrund und bis heute weiß die Öffentlichkeit nicht, wer er wirklich ist.

Banksy, Genie oder Vandale?

Montag, März 8th, 2010

Banksy zählt zu den am bekanntesten und berüchtigtsten lebenden Graffiti Künstler überhaupt. Er ist ein Typ, der polarisiert. Er erntet entweder begeisterte Hochachtung oder aber tiefe Empörung mit seinen Werken und Taten. Einen Namen machte er sich mit seinem Markenzeichen, dem „Guerrilla“ Stencil Style (Schablonen Graffiti). Und obwohl bis heute keiner seine wahre Identität kennt, hat er jede Menge Anhänger, unter anderem Berühmtheiten wie Angelina Jolie, Brad Pitt und Christina Aguilera.
Mit seinen Stencil Graffiti schafft er es immer wieder, alternative Sichtweisen auf politische und wirtschaftliche Themen zu geben, wobei noch eine Portion des berühmten englischen Humors für das i-Tüpfelchen sorgt.

Aber nicht nur mit seinen Graffiti, die mittlerweile weltweit in Städten wie London, Bristol, New York, Paris u.v.m. macht er immer wieder auf sich aufmerksam. In die Schlagzeilen schaffte er es auch immer wieder durch allerlei verrückte Aktionen, wie z.B. das Aufstellen einer aufblasbaren Puppe im Disneyland, gekleidet als ein Guantanamo Gefangener; das Aufhängen einer lächelnden Mona Lisa im Louvre oder etwa einen jagenden Urzeit Menschen mit Einkaufswagen als seine Version der Höhlenmalerei im British Museum. Und oftmals blieben diese „eingeschlichenen“ Ausstellungsstücke tagelang unbemerkt!

Mittlerweile gibt es ein ganzes Netzwerk von Mythen um Banksy‘s Person. So gab es letztens die Meldung, sein echter Name wäre Robin Banks, und er wäre eigentlich Metzger von Beruf. Oder dass seine Eltern gar nicht wüssten, was er in Wirklichkeit tut, sondern davon ausgehen würden, er wäre einfach ein erfolgreicher Maler und Dekorateur. Dann gibt es noch das Gerücht, das hinter Banksy eine ganze Crew von Künstlern steckt, und als Einzelperson überhaupt nicht existiert.
Der „Daly Mail“ bezeichnete Banksy einmal als den „Scarlet Pimpernel“ der Modernen Kunst, ein Meister im Legen falscher Spuren, dass selbst sein eigener Agent zugibt, sich nicht sicher über die Identität von Banksy zu sein.

Fakt ist (angeblich), dass er in Bristol geboren und aufgewachsen ist, über das Geburtsjahr ist man sich wohl nicht einig… es könnte 1973, 1974 oder auch 1975 sein.

Banksy hat unter dem Namen „Robin Banksy“ insgesamt vier Bücher herausgegeben. Diese Bücher enthalten Bilder seiner Arbeiten aus verschiedenen Ländern, einige seiner Gemälde und sind von Banksy selbst kommentiert. Sein erstes Buch, „Banging your head against a brick wall“, erschien in schwarz-weiß, sein zweites Buch „Existencilism“ erschien in Farbe. 2004 erschien sein drittes Buch „Cut it out“. Anfang 2006 erschien die Zusammenfassung obiger drei Bücher „Wall and Piece“.

Hier eine kurze Passage aus seinem vierten Buch, die beschreibt, wie er zum Stencil Graffiti gekommen ist:
‘When I was 18, I spent one night trying to paint LATE AGAIN in big silver bubble letters on the side of a passenger train. British Transport Police showed up and I got ripped to shreds running away through a thorny bush. The rest of my mates made it to the car and disappeared so I spent over an hour hidden under a dumper truck with engine oil leaking all over me.
‘As I lay there listening to the cops on the tracks, I realised I had to cut my painting time in half or give up altogether. I was staring straight up at the stencilled plate on the bottom of a fuel tank when I realised I could just copy that style and make each letter 3ft high.
‘I got home at last and crawled into bed next to my girlfriend. I told her I’d had an epiphany that night and she told me to stop taking that drug ‘cos it’s bad for your heart.’

Und hier nun eine kleine Sammlung seiner Werke (auf Bild klicken zum Vergößern), mehr gibt es „hier“, oder schaut einfach immer mal wieder in meiner Bildergalerie nach, da werde ich neue Bilder von ihm einstellen, soblad ich welche entdecke.

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