Posts Tagged ‘Banksy’

Banksy – Kleines Malheur bei Filmtitelauswahl!

Donnerstag, April 29th, 2010

“Exit Through the Gift Shop” ist nun ja bereits als Name von Banksy’s Film bekannt… was aber bisher nicht so viele wussten, dies ist auch der Name einer Cover Band aus Ealing Brentford (bei London).
Banksy hat sich, als er dieses Malheur bemerkt hat, ganz Gentleman Like bei der Band entschuldigt und einen (wie ich finde fairen) Deal angeboten. Falls die Band ihren Namen ändern würde, würden sie als Gegenleistung einen echten Banksy bekommen!
Die Band musste nich lange überlegen, und hat spontan in dieses Angebot eingewilligt… und kann sich nun über ein Banksy Gemälde (siehe unten) im Wert von ungefähr 200.000 Pfund freuen!

Mehr über diese Geschichte und ein exklusives Video der Band findet ihr hier.

Banksy Graffito in Melbourne übermalt

Donnerstag, April 29th, 2010

Sie waren ausgezogen, um gegen Schmierereien anzugehen – und zerstörten ein Kunstwerk: In Melbourne haben Mitarbeiter der Stadtreinigung versehentlich ein Graffito des britischen Starkünstlers Banksy auf einer Mauer übermalt. Die Stadt bekannte sich schuldig, eine Fallschirm springende Ratte mit Farbe übermalt zu haben.
Um Ähnliches künftig zu verhindern, wolle die Stadt, die sich selbst als “australische Hauptstadt der Straßenkunst” bezeichnet, rückwirkend Ausweise für legale Straßenkunst ausstellen und andere berühmte oder bedeutende” Werke unter Schutz stellen.
Hier geht es zum ganzen Artikel von Spiegel Online über diesen Faux-Pas in Melbourne.

Graffiti Sammlung Banksy

Samstag, April 17th, 2010

Freunde des Stencil Graffiti werden hier auf ihre Kosten kommen – diese Sammlung zeigt einige Pieces des britischen Graffiti Künstlers Banksy. Sein typischer Style ist das Schablonen Graffiti und oft als “Guerilla Graffiti” betitelt. Neben alten und schon durchaus bekannten Pieces findet ihr hier auch neuere Werke, die Banksy regelmäßig über Twitter veröffentlicht. Viel Spaß damit ;-)

Banksy Raub in L.A.

Donnerstag, April 15th, 2010

Wie ja vor zwei Tagen erst berichtet, konnte L.A. sich über ein neues Piece von Banksy freuen… die Betonung liegt auf “konnte”!

Anscheinend ist das gute Stück postwendend entfernt worden. Man geht davon aus, dass bei der Entwendung der in L.A. “berüchtigte” Kunsthändler namens “Doug Christmas” involviert ist. Dieser hat den Besitz wohl bestätigt… allerdings hat Banksy selbst weder bestätigt, dass es überhaupt sein Werk ist, noch dass er es an den Kunsthändler “abgetreten” hat… somit wird Mr. Christmas wohl in Erklärungsnot kommen.

Auf alle Fälle ist L.A. gerade “not amused!” Was soll man sagen… Wild Wild West!

Die ganze Story kann man auf “jetsetgraffiti.com” nachlesen.

Banksy in L.A.

Dienstag, April 13th, 2010

Es geht das Gerücht um, dass Banksy derzeit in Los Angeles, USA, verweilt – vermutlich zu der Premiere seines Filmes “Exit Through The Gift Shop”. Und wie kann es anders sein, kaum weilt der Graffiti Künstler aus England dort, kann man das auch gleich an den Wänden der Stadt sehen. Dieses neue Graffito ist dort die Tage aufgetaucht… vermutlich war Banksy einfach bored ;-)

Und hier das ganze noch in einer netten Video Sequenz…

Exit Through The Giftshop – Exklusiver Filmtrailer

Mittwoch, April 7th, 2010

Dieser exklusive 5 Minuten lange Filmtrailer zu “Exit Through the Gift Shop“ muss einfach gezeigt werden.

Der Film handelt (eigentlich), wie ja schon berichtet, über Banksy, dem englischen „Graffiti Geist“. Allerdings konnte Banksy den Produzenten Terry Guetta, der die Doku unbedingt über Banksy drehen wollte, sehr schnell davon überzeugen, dass ja eigentlich eine Dokumentation über ihn selbst viel interessanter sei – sehr bescheiden, der Engländer!
Der Film zeigt exklusives Bildmaterial von Banksy, Shepard Fairey, Invader und vielen anderen Graffiti Künstlern, die allesamt zu den Größten der Graffiti Szene zählen. Und ein paar ausgezeichnete Stunts!

Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Film auch mal in deutschen Kinos zu sehen ist!

Portrait: Street Artist Banksy – arte Tracks

Mittwoch, März 31st, 2010

Bereits Ende Oktober 2009 wurde bei Arte Tracks ein kurzer Beitrag über Banksy gesendet, der absolut sehens- und zeigenswert ist!

In dem Beitrag geht es um:

Provokation mit der Schablone: Banksy hat seinerzeit ein ganzes Land gegen sich aufgebracht und es trotzdem geschafft, bis heute anonym zu bleiben. Tracks mit dem Porträt eines Unbekannten.

In einer schönen Zusammenfassung wird über Banksy‘s „Werdegang“ berichtet, wie er z.B.  von Bristol die Welt eroberte, wie er das Stadtmuseum von Bristol mit seiner bisher größten Ausstellung annektierte oder wie es dazu kam, dass seine Werke zu angesagten Kunstwerken wurden, für die man mittlerweile ganz schön Geld hinlegen muss. Interessant und amüsant sind auch die Erzählungen von Tom Bingle – aka Inkie, der Graffiti-Vize-Weltmeister aus den 80er Jahren und Mitglied von Banksy‘s erster Crew. Er berichtet, dass Banksy damals verpönt wurde, als dieser das erste mal seine Schablonen mit zum Sprayen nahm um seine berühmten Stencil Graffiti zu machen… dies wurde als „gewollt, aber nicht gekonnt“ empfunden. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass dies auch seine Vorteile hatte – in Sekundenschnelle hatte Banksy seine Werke an die Wand gebracht, während die anderen Stunden daran verbrachten… und womöglich von der Polizei geschnappt wurden! Da war Banksy längst schon wieder Zuhause.

Spend a day with Banksy

Donnerstag, März 18th, 2010

BBC England ist es gelungen, einen Tag mit dem Graffiti Künstler Banksy zu verbringen, der sich ja bekanntlich eigentlich immer im Hintergrund hält…

Wie sieht so ein Tag wohl aus? Seht selbst, Face to Face with Banksy:

Was würde wir nur ohne den britischen Humor machen…?

Streetart

Donnerstag, März 4th, 2010

Der Begriff “Streetart” ist ein Sammelbegriff für alle künstlerischen Graffiti, die nicht dem Writing zugeordnet sind. So fallen z.B. “Stencil”, die “Stickerkunst”, “Adbusting” und “Plakatierung” darunter.

Dabei kommen die verschiedensten Medien und Materialien zum Einsatz, wie etwa Marker, Malerrollen und Pinsel, Aufkleber, Poster oder Sprühdosen. Eben alles, was recht ist, die eigenen Werke zu erstellen und zu präsentieren. Bemalt oder beklebt wird dabei alles, was man sich vorstellen oder nicht vorstellen kann, Wände gehören dabei eher zu den “langweiligeren” Untergründen. So werden dann auch gerne mal Stromkästen, Verkehrsschilder, Telefonzellen, Mülleimer, Ampeln, Bürgersteige und Straßen mit in das Kunstwerk einbezogen, ja selbst Bäume werden mit einbezogen bzw. umgestaltet.

Ebenfalls zur Streetart zählen Installationen im öffentlichen Raum. Oftmals werden hierfür erstellte Objekte, wie z.B. gestaltete Leinwände, Bretter oder Ähnliches, sowie Skulpturen oder Plastiken, an vorhandenen Objekten anbebracht, so dass diese dann in einen neuen Kontext stehen. Da sich die Techniken der Streetart mit denen des Graffiti oftmals überschneiden, ist es heutzutage schwierig, zwischen den beiden Begriffen zu unterscheiden.

Mittlerweile gibt es auch viele legale Auftragsarbeiten, jedoch sind die meisten Werke illegal angebracht. Darum wundert es nicht, dass die meisten Künstler dann doch lieber anonym bleiben, bzw. nur unter ihrem Pseudonym bekannt sind.

Für viele Streetart Künstler liegt die Motivation im Spaß an der Sache, und der Möglichkeit, das eigene Umfeld auf kreative Weise visuell mit- bzw. umzugestalten. Manche sehen wohl darin auch einen künstlerischen Gegenpol zur omnipräsenten Werbung, oder der “Gentrifizierung”. Und für andere wiederum spielt ein gewisser egozentrischer Hang eine Rolle, seinen (Künslter-) Namen möglichst oft zu verbreiten. Inhaltlich wendet sich Streetwart oft gegen Konsumismus, Kapitalismus und Öffentliche Ordnung, oftmals fehlt aber auch eine konkrete Botschaft, und das Kunstwerk ist einfach nur schön anzusehen.

Als Urvater der Streetart gilt Gérard Zlotykamien. Als erster Künstler überhaupt begann er 1963 im öffentlichen Raum zu arbeiten. Anfangs zeichnete er mit Pinsel und Kreide, später dann mit Sprühfarbe, symbolhafte Strichfiguren (seine sog. Éphémères) auf Mauern und andere Untergründe. Weitere bedeutende Künstler dieses Genres sind unter anderem Keith Haring, Blek le Rat und Banksy.

Graffiti im Wandel der Zeit

Mittwoch, März 3rd, 2010

Graffiti Kunst unterliegt einem ständigen Wechsel. Weltweit werden quasi über Nacht neue Werke in den Städten erschaffen, die mehr oder weniger künstlerisch wertvoll sind. Neue Künstler mit immer neuen Ideen und Vorgehensweisen lösen verblasste Bilder ab, in einem ständigen Prozess der Erneuerung und Metamorphose. Ob von Berlin nach Tokio, Barcelona nach New York, Mailand nach Sydney, auf Wandflächen können die Künstler ihrer Fantasie freien Lauf lassen, um immer neue grafische und typografische Formen hervorzubringen. Gegenwärtige Graffiti Kunst reflektiert mehr und mehr die sie umgebende Umwelt. Durch die Nutzung von immer neuen Materialien und Techniken kreieren die Künstler eine originelle Sprache in Formen und Bildern, beeinflusst durch zeitgemäße Kunst.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielte überwiegend das „taggen“ (Anbringen von Namen) eine große Rolle, woraus sich ab Mitte des letzten Jahrhunderts dann das „writing“ (Schrift als Basis des Graffiti) entwickelte. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts kamen dann mehr und mehr bildliche Motive hinzu.

Hier eine kleine Auswahl an Bildern, um diese Entwicklung darzustellen:

Tribut an Charlie "Bird" Parker

Als z.B. der Jazz-Saxophonist Charlie „Bird“ Parker 1955 stirbt, erscheint an den Jazzclubs in New-York kurze Zeit später der Spruch „Bird Lives!“ (siehe Foto rechts).

"Clapton is God"

Ein mittlerweile berühmtes Foto (siehe Foto links) dokumentiert heute das Graffito mit dem Spruch „Clapton is God“, welches erstmals 1967 in einer Londoner Underground Station durch einen Unbekannten gesprüht wurde. Dieser verbreitete sich daraufhin auch an anderen Orten in der Stadt.

Im Zuge der APO und Studentenbewegungen in den 1960er-Jahren finden sich dann vermehrt politische Graffiti. Das wohl bekannteste ist allerdings bereits 1958 entstanden – das legendäre Peace Zeichen. Das Bild (siehe Foto unten rechts) zeigt zwar ein neueres Graffito des Zeichens, angefertigt vom englischen Graffiti Künstler „Banksy“, leitet dafür aber prima über in die Ära der „Stencils“ (Schablonengraffiti).

"Peace" von Banksy

Besonders Punks gehörten offenbar zu den ersten, die Stencils im öffentlichen Raum in einem künstlerischen Kontext verwendeten. Amsterdam kann hierfür zu eines der Zentren gezählt werden.

"Le Rats"

"Le Rats"

Daneben gilt Paris als ein Ort, in dem sich die mehr und mehr bildliche Darstellung von Graffiti entwickelte. Dort verteilt u.a. „Blek le Rat“ seit 1981 (anfangs noch als Duo) seine Schablonengraffiti auf diversen Wänden, nachdem er nach eigenen Aussagen kläglich daran gescheitert war, mit seinem Partner ein Peace Zeichen im amerikanischen Writing-Stil zu sprühen (siehe Foto unten rechts).

Man könnte unendlich lange über die Entwicklung des Graffiti berichten…

Fest steht, dass sich besonders in den letzten Jahren die Botschaften von einfachen tags zu persönlichen Logos und einfache Schriftzeichen zu Iconographie entwickelt hat. Umtransformierte Schilder, ausdrucksvolle Zeichnungen und Symbole und sehr kuriose Charakteren repräsentieren heute die weltweite „Outdoor Gallerie“ der freien Kunst.

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