Archive for the ‘Graffiti Künstler’ Category

Graffiti Sammlung Banksy

Samstag, April 17th, 2010

Freunde des Stencil Graffiti werden hier auf ihre Kosten kommen – diese Sammlung zeigt einige Pieces des britischen Graffiti Künstlers Banksy. Sein typischer Style ist das Schablonen Graffiti und oft als “Guerilla Graffiti” betitelt. Neben alten und schon durchaus bekannten Pieces findet ihr hier auch neuere Werke, die Banksy regelmäßig über Twitter veröffentlicht. Viel Spaß damit ;-)

Banksy in L.A.

Dienstag, April 13th, 2010

Es geht das Gerücht um, dass Banksy derzeit in Los Angeles, USA, verweilt – vermutlich zu der Premiere seines Filmes “Exit Through The Gift Shop”. Und wie kann es anders sein, kaum weilt der Graffiti Künstler aus England dort, kann man das auch gleich an den Wänden der Stadt sehen. Dieses neue Graffito ist dort die Tage aufgetaucht… vermutlich war Banksy einfach bored ;-)

Und hier das ganze noch in einer netten Video Sequenz…

Blek le Rat – der Urvater des Stencil Graffiti

Freitag, April 2nd, 2010

Blek le Rat, geb. in Boulogne-Billancourt/ Frankreich, gilt als Urvater des Stencil Graffiti, obwohl diese Technik vor ihm schon Punks angewendet haben. Bei seinem Pseudonym hat ihn wohl der italienische Comic namens „Blek le Roc“ inspiriert.

Blek le Rat, mit bürgerlichen Namen Xavier Prou, hat zuerst Grafik studiert und anschließend an der Pariser “École des Beaux Arts” Architektur.

Seine Sprayer Karriere begann zunächst zusammen mit seinem Freund Gérard Dumas, zusammen nannten sie sich „BLEK“. Als ihm anfangs eines seiner freihändigen Pieces in seinen Augen total misslang, entschloss er sich, für seine arbeiten Schablonen (Pochoirs) anzufertigen. Auch hier scheint in Italien inspiriert zu haben, da er doch dort schon kleine Schablonen Graffiti auf einer Urlaubsreise mit seinen Eltern gesehen hatte. Somit befasste er sich mit dem Erstellen von Schablonen, seine ersten Motive waren Ratten, Bananen und Panzer, alles im Kleinformat. Das Duo BLEK blieb bis 1983 zusammen, nach der Trennung erst nannte er sich dann „Blek le Rat“.

Man sagt, dass Blek le Rats künstlerische Weiterentwicklung maßgeblich von dem Film „The Bigger Splash“ beeinflusst wurde. Er war wohl sehr beeindruckt von einer Szene, in der eine Figur an die Wand eines Appartements gemalt wurde – für Blek le Rat offenbar das Beeindruckendste, was er jemals gesehen hatte.

Sein erstes Stencil Graffito in Großformat ist der alte Ire mit Schirmmütze, der schimpfend gegen britische Soldaten in Belfast protestiert, angelehnt an die Unruhen dort im Jahr 1971.

Somit war der Sprung in die großformatigen Stencil Graffiti für ihn getan, und es folgten viele weitere Arbeiten in diesem Stil. So zollte er z. B. Tom Waits mit einem Werk Tribute oder Andy Warhol, Francois Mitterand oder Marcel Dassault, um nur einige zu nennen. Inspiriert wurde er auch von Malern wie Dali, Michelangelo oder Caravaggio.

Blek le Rat selbst sagt zu seinen Arbeiten:
“Sie sind meine Gestalten, sie ähneln mir alle irgendwie, sie stellten mich der Welt vor, wie eine Person sich einer anderen vorstellt. Wann immer ich sie auf die Wände malte, hatte ich das Gefühl, einen Teil von mir selbst an den Wänden aller Städte, die ich besuchte, zu lassen.”

Außer in seiner Heimatstadt Paris wirkte er unter anderem in Städten wie Berlin, London, New York, San Francisco, Florenz und Buenos Aires.

Portrait: Street Artist Banksy – arte Tracks

Mittwoch, März 31st, 2010

Bereits Ende Oktober 2009 wurde bei Arte Tracks ein kurzer Beitrag über Banksy gesendet, der absolut sehens- und zeigenswert ist!

In dem Beitrag geht es um:

Provokation mit der Schablone: Banksy hat seinerzeit ein ganzes Land gegen sich aufgebracht und es trotzdem geschafft, bis heute anonym zu bleiben. Tracks mit dem Porträt eines Unbekannten.

In einer schönen Zusammenfassung wird über Banksy‘s „Werdegang“ berichtet, wie er z.B.  von Bristol die Welt eroberte, wie er das Stadtmuseum von Bristol mit seiner bisher größten Ausstellung annektierte oder wie es dazu kam, dass seine Werke zu angesagten Kunstwerken wurden, für die man mittlerweile ganz schön Geld hinlegen muss. Interessant und amüsant sind auch die Erzählungen von Tom Bingle – aka Inkie, der Graffiti-Vize-Weltmeister aus den 80er Jahren und Mitglied von Banksy‘s erster Crew. Er berichtet, dass Banksy damals verpönt wurde, als dieser das erste mal seine Schablonen mit zum Sprayen nahm um seine berühmten Stencil Graffiti zu machen… dies wurde als „gewollt, aber nicht gekonnt“ empfunden. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass dies auch seine Vorteile hatte – in Sekundenschnelle hatte Banksy seine Werke an die Wand gebracht, während die anderen Stunden daran verbrachten… und womöglich von der Polizei geschnappt wurden! Da war Banksy längst schon wieder Zuhause.

Wildstyle – Die Königsdisziplin

Montag, März 15th, 2010

Wildstyle gilt als die „Königsdisziplin“ der Writing Kultur, die durch eine hohe Komplexität in der Ausgestaltung ausgezeichnet ist. Eine gelungene Gesamtoptik des Werkes ist oberstes Gebot, erzielt durch immer neue Techniken und Ideen für die Ausgestaltung des Bildes.

Gern genutzte Effekte bei der Gestaltung der Buchstaben sind Neigen, Drehen oder Spiegeln einzelner Buchstaben oder des ganzen Pieces. Auch verschiedene Größenverhältnisse der einzelnen Buchstaben ergeben einen interessanten Effekt.

Häufig werden die Buchstaben durch ungewöhnliche Brüche und Knicke weiter entfremdet. Die ursprüngliche Buchstabenstruktur ist dadurch nur noch schwer zu erkennen bzw. gar nicht mehr vorhanden. Der Gesamtaufbau des Wildstyle Werkes wirkt dadurch extrem ineinander verschlungen.
Zusätzlich werden die kunstvoll gestalteten Buchstaben mit weiteren Elementen, wie Pfeile, Kringel, Splatter und andere passende Formen, ergänzt.

Es kommt bei der Arbeit nicht auf die Lesbarkeit an, vielmehr wird großen Wert darauf gelegt, dass das Gesamtwerk möglichst harmonisch und ausgewogen und gleichzeitig dynamisch und kraftvoll wirkt. Um dies zu erreichen muss der Künstler schon einiges an Kreativität und künstlerischen Verständnis haben, sowie gute technische Fähigkeiten.
Somit hat der Wildstyle den Zusatz „Königsdisziplin“ sicherlich verdient.

Der Wildstyle kam erstmals Anfangs der 1970er Jahre in New York auf, als sein Erfinder gilt PHASE2. Er zählt zu einer der ersten, der den Buchstaben Pfeile und Kringel hinzufügte. PHASE2 kann daneben auch den Bubble Style auf seine Fahne schreiben.
Ein weiterer wichtiger Vertreter des Wildstyles ist DONDI, ebenfalls ein Amerikaner. Er war der erste, der die Buchstaben überarbeitete und sie dadurch in einen neuen Kontext stellte. Wildstyle Graffiti wurde daraufhin von mehreren New Yorker Writern aufgegriffen (unter anderen DERO, POEM und KASE2) und durch eigene Interpretationen weitergeführt.

Erwähnenswert ist auch der Film „Wild Style“, der 1983 erschienen ist und sich mit der Writing- und Hip-Hop-Kultur befasst. Er gilt heute als Klassiker und er hat dem Style Writing speziell in Europa zu enormer Popularität verholfen.

“Exit Through the Gift Shop” – Graffiti Dokumentation

Dienstag, März 9th, 2010

Auf der 60. Berlinale wurden nun viele Filme vorgestellt, und es wurden jede Menge Preise verliehen. Das hat man nun ja schon alles gehört.
Ich möchte euch aber heute einen Film vorstellen, der dort gezeigt wurde, aber nicht ganz so viel Aufmerksamkeit erregte – oder vielleicht nur in bestimmten Kreisen.

“Exit Through the Gift Shop” ist eine Graffiti Dokumentation von Banksy, dem Crazy English Guy, der immer wieder durch seine Guerilla Aktionen auf sich aufmerksam macht.
In dem Film geht es um Thierry Guetta (Cousin des französischen Künstlers Invader), einem französischen Filmemacher, der eigentlich eine Graffiti Dokumentation machen möchte. Banksy regt Thierry Getta nun aber dazu an, selbst als Graffiti Künstler aktiv zu werden. Somit ist die Figur „Mr. Brainwash“ geboren und fortan übernimmt Banksy die Regie.

Banksy‘s Kommentar zu seinem Film zeugt erneut vom berühmt berüchtigten englischen Humor:

“Ladies and gentlemen, and publicists:
Trying to make a movie which truly conveys the raw thrill and expressive power of art is very difficult. So we haven’t bothered. Instead, this is simply an everyday tale of life, longing, and mindless vandalism. Everything you are about to see is true, especially the bit where we all lie.
Thanks for coming, please don’t give away the ending on Twitter. And please, don’t try copying any of this stuff at home, wait until you get to work.”

Banksy selbst war wohl an der Berlinale anwesend, aber wie immer anonym, somit hat ihn auch dieses mal keiner gesehen.

Banksy, Genie oder Vandale?

Montag, März 8th, 2010

Banksy zählt zu den am bekanntesten und berüchtigtsten lebenden Graffiti Künstler überhaupt. Er ist ein Typ, der polarisiert. Er erntet entweder begeisterte Hochachtung oder aber tiefe Empörung mit seinen Werken und Taten. Einen Namen machte er sich mit seinem Markenzeichen, dem „Guerrilla“ Stencil Style (Schablonen Graffiti). Und obwohl bis heute keiner seine wahre Identität kennt, hat er jede Menge Anhänger, unter anderem Berühmtheiten wie Angelina Jolie, Brad Pitt und Christina Aguilera.
Mit seinen Stencil Graffiti schafft er es immer wieder, alternative Sichtweisen auf politische und wirtschaftliche Themen zu geben, wobei noch eine Portion des berühmten englischen Humors für das i-Tüpfelchen sorgt.

Aber nicht nur mit seinen Graffiti, die mittlerweile weltweit in Städten wie London, Bristol, New York, Paris u.v.m. macht er immer wieder auf sich aufmerksam. In die Schlagzeilen schaffte er es auch immer wieder durch allerlei verrückte Aktionen, wie z.B. das Aufstellen einer aufblasbaren Puppe im Disneyland, gekleidet als ein Guantanamo Gefangener; das Aufhängen einer lächelnden Mona Lisa im Louvre oder etwa einen jagenden Urzeit Menschen mit Einkaufswagen als seine Version der Höhlenmalerei im British Museum. Und oftmals blieben diese „eingeschlichenen“ Ausstellungsstücke tagelang unbemerkt!

Mittlerweile gibt es ein ganzes Netzwerk von Mythen um Banksy‘s Person. So gab es letztens die Meldung, sein echter Name wäre Robin Banks, und er wäre eigentlich Metzger von Beruf. Oder dass seine Eltern gar nicht wüssten, was er in Wirklichkeit tut, sondern davon ausgehen würden, er wäre einfach ein erfolgreicher Maler und Dekorateur. Dann gibt es noch das Gerücht, das hinter Banksy eine ganze Crew von Künstlern steckt, und als Einzelperson überhaupt nicht existiert.
Der „Daly Mail“ bezeichnete Banksy einmal als den „Scarlet Pimpernel“ der Modernen Kunst, ein Meister im Legen falscher Spuren, dass selbst sein eigener Agent zugibt, sich nicht sicher über die Identität von Banksy zu sein.

Fakt ist (angeblich), dass er in Bristol geboren und aufgewachsen ist, über das Geburtsjahr ist man sich wohl nicht einig… es könnte 1973, 1974 oder auch 1975 sein.

Banksy hat unter dem Namen „Robin Banksy“ insgesamt vier Bücher herausgegeben. Diese Bücher enthalten Bilder seiner Arbeiten aus verschiedenen Ländern, einige seiner Gemälde und sind von Banksy selbst kommentiert. Sein erstes Buch, „Banging your head against a brick wall“, erschien in schwarz-weiß, sein zweites Buch „Existencilism“ erschien in Farbe. 2004 erschien sein drittes Buch „Cut it out“. Anfang 2006 erschien die Zusammenfassung obiger drei Bücher „Wall and Piece“.

Hier eine kurze Passage aus seinem vierten Buch, die beschreibt, wie er zum Stencil Graffiti gekommen ist:
‘When I was 18, I spent one night trying to paint LATE AGAIN in big silver bubble letters on the side of a passenger train. British Transport Police showed up and I got ripped to shreds running away through a thorny bush. The rest of my mates made it to the car and disappeared so I spent over an hour hidden under a dumper truck with engine oil leaking all over me.
‘As I lay there listening to the cops on the tracks, I realised I had to cut my painting time in half or give up altogether. I was staring straight up at the stencilled plate on the bottom of a fuel tank when I realised I could just copy that style and make each letter 3ft high.
‘I got home at last and crawled into bed next to my girlfriend. I told her I’d had an epiphany that night and she told me to stop taking that drug ‘cos it’s bad for your heart.’

Und hier nun eine kleine Sammlung seiner Werke (auf Bild klicken zum Vergößern), mehr gibt es „hier“, oder schaut einfach immer mal wieder in meiner Bildergalerie nach, da werde ich neue Bilder von ihm einstellen, soblad ich welche entdecke.

Schöne Hommage

Freitag, März 5th, 2010

Habe eine sehr schöne Hommage auf Banksy gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will… seht selbst! Einfach auf den Link klicken, und viel Spaß beim Lesen :-)

Bewundernswerter Straßenkünstler und Paris Hilton-Kritiker: ,,Banksy”

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